Die Serben

 

In 2002, laut Volkszählung, lebten im Kreis Karasch-Severin 6082 Serben (1,8 % der Bevölkerung), als viertgrößte Minderheit nach den Roma, Kroaten und Deutschen. In 1966 gehörten sie noch zusammen mit den Kroaten und Slowenen zu einer einzigen Gruppe, da die Nachbarn im Süden ja das Jugoslawien bildeten, aber bei uns alle als Serben benannt wurden. Auf Landesebene haben sich 21561 Personen zu dieser Ethnie bekannt, also lebten davon mehr als ein Viertel im Banater Bergland. Die übrigen waren größtenteils auf die Kreise Temesch (13237) und Mehedintz (1178) verteilt. Sie besetzten hauptsächlich die Zone an der Grenze mit Serbien, ihrem ursprünglichen Heimatland. Dies war auch der Grund, weshalb viele von ihnen in den 1950er Jahren (als Rumänien mit Titos Jugoslawien nicht gerade „freundschaftliche” Beziehungen hatte) eine beachtliche Zeit im Bărăgan als Deportierte verbringen mussten, zusammen hauptsächlich mit den Banater Deutschen.

Mehrheitlich serbische Bevölkerung gibt es in den Dörfern Berzasca, Pojejena, Socol und in den Städten Neu-Moldowa und Reschitza (hier 580 Personen).

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Die Serben aus Radimna

Radimnaer Serben

Die Serben

In 1977 gab es im Banater Bergland 8623 Serben, in 1992 nur noch 7885. Der ständige Rückgang ihrer Zahl ist sowohl der Auswanderung wie auch der schwachen Natalität zuzuschreiben.

Die politische Vertretung auf Landesebene (einen Parlamentarier) sichert der Kreis Temesch. Dafür haben sie aber 3 Gemeinderäte auf Kreisebene, davon je einer in Naidăş, Pojejena und Socol. Ihr Verein nennt sich - Савез Срба у Румунији, UNIUNEA SÂRBILOR DIN ROMÂNIA, FILIALA REŞIŢA (Verein der Serben aus Rumänien).

In den von Serben bewohnten Dörfern gibt es sowohl Gruppen mit Vorschulunterricht, wie auch Grundschulunterricht in der Muttersprache.

Kulturell sind sie sehr aktiv in ihren Dörfern. Es betätigen sich bei verschiedenen Gelegenheiten (auch bei interethnischen Festivals auf Kreisebene) drei Folkloreensembles, und zwar „Sfântul Nicolae” („Der heilige Nikolaus”) in Radimna, „Socol” in Socol und „Stara Moldova” („Alt-Moldowa”) in der Stadt Neu-Moldowa.