"Stefan Jäger" - Preisträger 2005, 2004

Preisträger 2005

Monika Urban (Karansebesch), Trägerin des „Stefan Jäger“-Preises für das Jahr 2005
Verliehen in Temeswar, am 11. Februar 2006

Der Aufsichtsrat der „Stefan Jäger“-Stiftung hat sich die ehrenvolle Aufgabe vorgenommen, jährlich einen Vertreter der Jugend für besondere Verdienste um das Banater Deutschtum mit dem „Stefan Jäger“-Preis zu beehren und dadurch diese Verdienste voll anzuerkennen. Vom Aufsichtsrat der „Stefan Jäger“-Stiftung beauftragt und als Banater Berglanddeutscher habe ich das besondere Vergnügen, die Laudatio zur neunten Verleihung dieses Preises vorzutragen, das umso mehr, da einer Banater Berglanddeutschen diese Ehre zuteil wird. Es ist die Rede von Monika Renate Urban.

Die Preisgekrönte wurde am 3. Juli 1979 in Karansebesch geboren. Zwischen 1985 und 1993 besuchte sie die deutsche Abteilung der Allgemeinschule und anschließend das Pädagogische Lyzeum in Karansebesch. Das Kollegium für Institutoren, ebenfalls in Karansebesch, folgte dann zwischen den Jahren 1998 – 2001, um so ihren Traumberuf als Lehrerin für die Kleinsten zu verwirklichen.

Die Berufstätigkeit begann sie schon als Absolventin des Pädagogischen Lyzeums in der deutschen Abteilung des Kindergartens, wo sie bis 2005 tätig war. Seit September 2005 unterrichtet sie als Lehrerin in der deutschen Abteilung des „C.D. Loga“-Lyzeums.

Für Monika Renate war der Lehrerberuf auch gleichzeitig eine Berufung und deshalb war sie schon immer mit ihrer Weiterbildung beschäftigt. Beispielsweise zeigte sich dies durch jährliche Teilnahme an den Fortbildungsveranstaltungen, welche vom Zentrum für Fortbildung in deutscher Sprache Mediasch organisiert wurden, aber auch durch ein Fortbildungspraktikum im Behindertenheim „Haus Berghof“ in Peißenberg / Deutschland. Sie hat sich auch im Bereich neuer Lern- und Lehrmethoden, wie das „Stepp bei Stepp“ -Programm, qualifiziert. Hierbei geht es verstärkt um die Eigenständigkeit der Schüler beim Lernen.

Das Wichtigste in der Berufstätigkeit war für die Lehrerin Monika Renate, die Kleinen mit der deutschen Sprache vertraut zu machen, was so manchmal viel Arbeit, Mühe und Geduld gekostet hat, denn, wie man weiß, ein Großteil der Kinder, welche die deutsche Abteilung des Kindergartens und der Schule besuchen, nicht mit Deutsch von zu Hause aus vertraut sind.

Auch deshalb hat sie immer wieder die Schultätigkeit mit der Forumstätigkeit verbunden. Sie begann damit schon 1996 als Leiterin der Tanzgruppe. Später, 1998, als neugewählte Vorsitzende der Filiale Karansebesch des DFBJ, hat sie gleich an der Eröffnung der Kulturdekade teilgenommen. In der Zeitspanne 1998 - 2004 war sie Vorstandsmitglied des Deutschen Forums der Banater Jugend, zuständig nicht nur für Karansebesch sondern auch für das gesamte Banater Bergland.

Man kann im Laufe der Jahre ihre folgenden Beteiligungen erwähnen: an Trachtenfesten in Temeswar und Reschitza, an verschiedenen Kirchweihfesten, wie z.B. in Steierdorf, Ferdinandsberg und viele andere, sowie auf lokaler Ebene in Karansebesch, die Teilnahme an Tanz- und Spielseminaren und Sportveranstaltungen. Diesbezüglich wurde unter ihrer Leitung im Jahre 1997 ein überregionales Volleyballturnier in Karansebesch veranstaltet, laut der Vorsitzenden des DFBJ, Sorana Beică, als eine der besten Veranstaltungen des DFBJ eingestuft. Es können noch viele andere Aktionen erwähnt werden, an welchen die Jugendlichen, unter Leitung von Monika Renate, teilgenommen haben, wie die Schwabenfeste in Sathmar und Groβwerdein, aber auch auβerhalb des Landes, wie das Karansebescher Treffen in Ingolstadt / Deutschland, das Treffen der Ungarndeutschen in Geresdlak / Ungarn, oder der Weltjugendtag in Köln / Deutschland.

Abschließend gratuliere ich der Preisgekrönten aufs Herzlichste und wünsche ihr viel Erfolg in der nicht immer leichten, aber ehrenvollen Aufgabe, die deutsche Sprache in Wort und Schrift durch die deutsche Abteilung der Schule in Karansebesch weiterhin aufrechtzuerhalten, und in ihrem engagierten und tatkräftigen Handeln für das Karansebescher Jugendforum.

Liebe Monika, herzlichen Dank für deinen bisherigen Einsatz, alles Gute und viel Erfolg für deine zukünftigen Vorhaben!

Dipl.-Ing. Christian Paul Chioncel

Preisträger 2004

Edda Elfriede Lupşiasca (Reschitza), Trägerin des „Stefan Jäger“ -Preises für das Jahr 2004
Verliehen in Temeswar, am 28. Mai 2005

Der Aufsichtsrat der „Stefan Jäger“ -Stiftung hat sich die ehrenvolle Aufgabe vorgenommen, jährlich einen Vertreter der Jugend für besondere Verdienste um das Banater Deutschtum mit dem „Stefan Jäger“-Preis zu beehren und dadurch diese Verdienste voll anzuerkennen.

Als Mitglied dieses Aufsichtsrates und als Banater Berglanddeutscher habe ich heute das besondere Vergnügen, die Laudatio zur heurigen Verleihung vorzutragen, das umsomehr, da eine Banater Berglanddeutsche sich diese Ehre verdient hat.

Edda Elfriede Lupşiasca, denn um ihr geht es in diesem Jahr, wurde am 2. Juni 1975 in Reschitza geboren. Nach dem Besuch der deutschen Abteilung der Grundschule Nr.6 und der deutschen Abteilung des Gymnasiums (die deutsche Abteilung für höhere Gymnasialklassen besteht in Reschitza seit 1985) lernte sie ab der 9. Klasse im so genannten Industrielyzeum. Zur pädagogischen Ausbildung besuchte Edda Elfriede Lupşiasca die vom „Lenau“-Lyzeum angebotene dreijährige postlyzeale Ausbildung für Kindergärtnerinnen und Lehrer. In derselben Zeit war sie Kindergärtnerin in der deutschen Gruppe eines Ganztagkindergartens und ab 1998 Volksschullehrerin der deutschen Abteilung des damals Nr. 4, heute „Diaconovici-Tietz“ genannten Lyzeums. Nach weiteren drei Jahren Lehrertätigkeit in der deutschen Abteilung der Schule Nr.8 in Reschitza übernahm sie den Lehrerposten der vier deutschen Klassen mit Parallelunterricht in Königsgnad/Tirol. Weitere Fortbildung erhielt Edda Elfriede Lupşiasca durch „Deutsch in Wolfsberg“ (1996), in Sambachshof / Deutschland (2000) und durch Fortbildungskurse des Mediascher Zentrums für Lehrerfortbildung. Hospitationen in deutschen Schulen im Ausland genoss sie als Kindergärtnerin in Siegen (1996), als Lehrerin in Brake - Bielefeld (1997) und in der „St. Peter“-Schule in Graz (2001).

Den schwierigen Aufgaben als Lehrerin in Parallelklassen zum Trotz hat Edda Elfriede Lupşiasca sich sehr für kulturelle Vorhaben des Forums und für die Freizeitgestaltung der Kinder eingesetzt. Zusammen mit Frau Elisabeth Bell beteiligte sie sich bis im Herbst 2002 an der deutschen Sendung von Radio Reschitza und an der Betreuung der kleinen „Enzian“-Tanzgruppe des Reschitzaer Deutschen Forums. Ebenfalls mit Frau Bell übernahm sie die Betreuung der Kinder während der Ferienlager „Deutsch mit Spaß“ in Russberg (2002) und Poiana Mărului (2003).

Mit der Umsiedlung nach Königsgnad / Tirol übernahm Edda Elfriede Lupşiasca auch die im Jahre 2002 / 2003 vom „St. Anna“-Bildungszentrum betreuten Deutschkurse. Zur Mitarbeit innerhalb des Königsgnader / Tiroler Kulturzentrums gehören noch die Einübung von Kindertänzen und die Mitgestaltung der in rumänischer Sprache herausgegebenen Zeitschrift „Albinuţa Tiroleză“. Ich gratuliere der Preisgekrönten aufs herzlichste und wünsche ihr viel Kraft und Ausdauer in dieser nicht leichten, aber ehrevollen Aufgabe in Königsgnad / Tirol, die deutsche Sprache in Wort und Schrift durch die deutsche Abteilung der Schule weiterhin aufrechtzuerhalten. Danke, liebe Edda Elfriede Lupşiasca!

Erwin Josef Ţigla