"Alexander Tietz"- Preisträger 2017

Preisträger 2018

Laudatio auf Anton Ferenschütz
von Erwin Josef Țigla

Seit 1999 verleihen das Demokratische Forum der Banater Berglanddeutschen (DFBB) und der Kultur- und Erwachsenenbildungsverein „Deutsche Vortragsreihe“ Reschitza“ jährlich den „Alexander Tietz“-Preis als höchste Auszeichnung der Banater Berglanddeutschen an Personen, die sich auf verschiedenen Ebenen für das Banater Berglanddeutschtum besonders eingesetzt haben. Für das Jahr 2018 haben die Aufsichtsräte unseres Forums und des Kulturvereins am 9. Januar 2018 beschlossen, diese hohe Ehrung dem in Reschitza geborenen und in Bielefeld für viele Jahre lebenden Anton Ferenschütz als wichtigstes Zeichen unserer Wertschätzung zukommen zu lassen. Leider verstarb er nach langer und mit Geduld ertragener Krankheit am 25. April 2018 in Bielefeld und somit konnte er nicht mehr persönlich den Preis im Empfang nehmen. Die Information über die Verleihung hat er aber noch mitbekommen, telefonisch ihm durch Erwin Josef Țigla mitgeteilt.

Wir geben nun einige Daten aus seinem Lebenslauf wider:
- Geboren am 10. November 1927 in Reschitza, Rumänien; Eltern: Franz Ferenschütz (geboren in Reschitza) und Katharina Döbröczi (geboren in Großbetschkerek, heute Serbien);
- Die Schulzeit verlief normal, das zeichnerische Talent wurde vom bekannten Reschitzaer Maler Zoltan Falusi erkannt. Dieser war es auch, der die Eltern überzeugte, dass der Junge bei ihm Zeichen- und Malunterricht nehme;
- Der Zweite Weltkrieg und die Deportation nach Russland beendeten für ihn die Aussichten, einmal Maler zu werden. In ihm schlummerten aber doch noch die Freude und das Interesse an der Malerei, die für ihn eine Hobby-Sache wurde. Er wurde nach Russland zur Zwangsarbeit für Wiederaufbau der Sowjetunion im Januar 1945 deportiert, diese dauerte bis 1948. Als er heimkehrte, arbeitete er bei SOVROMMETAL als Dreher. Er absolvierte die Abendkurse;
- Am 18. Oktober 1952 heiratete er Maria Krämer standesamtlich, dann am 21. März 1954 kirchlich;
- Spielte bei dem Arbeiter-Sportklub in Reschitza Handball in 11 (Vizemeister in Rumänien) und in 7;
- Im Jahr 1961 wurde er als Trainer Jugendmeister im Handball und rumänischer Pokalgewinner (Cupa „Sportul popular“);
- Im Jahre 1971 wanderte er samt Familie nach Deutschland aus und fand eine neue Heimat in Bielefeld;

- Im Jahr 1971 war er als Handball-Übungsleiter beim TUS Brake tätig. Er absolvierte beim Deutschen Handball-Bund die Prüfung als Trainer und trainierte einige Vereine. Er war bis 1980 als Handball-Trainer tätig;
- Erst 1990, „als die Mauern fielen“ und Rumänien und seine Geburtsstadt Reschitza Hilfe brauchten, ver suchte er aus der Not eine Tugend zu machen und organisierte in der Stadtsparkasse Bielefeld eine Benefiz-Ausstellung „Hilfe für Rumänien“, nur mit Kopien aus Nicolae Grigorescus Werken. Die ausgestellten Bilder waren in zwei Tagen verkauft. Dies gab ihm die Kraft, weiter zu machen; - 1991 folgte die zweite Ausstellung in Bielefeld, abermals unter dem Motto „Hilfe für Rumänien“;
- 1992 wurde er von der Reschitzaer Künstlergruppe eingeladen, an einer Ausstellung in der „Agora“-Galerie teilzunehmen;
- 1992, April: Ausstellung in Heepen-Bielefeld; 40 Bilder wurden verkauft - der Erlös ging abermals an die „Rumänienhilfe“;
- 1992, Herbst: Ausstellung in der „Agora“-Galerie Reschitza;
- 1993: seine Heimatstadt verlieh ihm die Ehrenbürgerschaft von Reschitza am 15. April;
- 1993: Ausstellung in der „Agora“-Galerie Reschitza; hier wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft des Künstlervereins Karasch-Severin erteilt;
- 1994: nahm er bei einer Gruppenausstellung in Duisburg, zusammen mit Prof. Petru Galiş und Vitalis Cojocariu, unter dem Motto „Rumänische Künstler stellen aus“, teil;
- 1995: im Temeswarer „Helicon“-Verlag erschien sein Buch „Generaţia de sacrificiu“;
- 1996, April: Ausstellung in Bielefeld - Jöllenbeck;
- 1996, Herbst: Ausstellung in der Kreisdirektion für Kultur, Kulte und Nationales Kulturgut Karasch-Severin, Reschitza;
- 1997, Oktober: in Bielefeld eine Themen-Ausstellung: „Der Wald“;
- 1998, April: Retrospektivausstellung in Reschitza;
- 1998: Im „Modus P.H.“-Verlag, Reschitza erschien das zusammen mit Marius Barbu geschriebene Buch „Oul de cuc“;
- 1999: im Bielefelder Rathaus Teilnahme an einer Ausstellung zwischen den 30 Künstlern aus Bielefeld zum Thema „Rettet die Burg“; 10 seiner Bilder wurden der Stadt gespendet;
- 1999: Ausstellung im Reschitzaer Rathaus; 10 seiner Bilder wurden der Stadt gespendet;
- 2001: in Bielefeld - Jöllenbeck, Ausstellung zum Thema „Wege durch Europa“;
- 2001: Ausstellung im „Frédéric Ozanam“-Sozialzentrum der Vinzenzgemeinschaft Reschitza;
- 2002: Ausstellung im Reschitzaer Banater Montanmuseum - die Bilder wurden dem „Diaconovici - Tietz“-Lyzeum gespendet;
- 2003: Ausstellung in Reschitza, innerhalb des Freundschaftsvereins Bielefeld - Reschitza;
- 2004: Ausstellung im Bielefelder Rathaus zum Thema „Mein Freund, der Baum“;
- 2005: Ausstellung in Reschitza; als Spende für das „Diaconovici - Tietz“-Lyzeum;
- 2005: Ausstellung in Bielefeld - Jöllenbeck zum Thema „Vier Jahreszeiten“;
- 2006: Ausstellung im Reschitzaer Rathaus zum Thema „Vier Jahreszeiten“;
- 2006: erschien sein Buch „Wahn und Wirklichkeit. Erzählung“, im Reschitzaer Verlag „Banatul Montan“, vom Kultur- und Erwachsenenbildungsverein „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ herausgegeben;
- 2007: Ausstellung im Reschitzaer Stadthaus, zur Unterstützung der Reschitzaer Vinzenzgemeinschaft;
- 2007: am 8. Oktober verlieh ihm der Kultur- und Erwachsenenbildungsverein „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ die Ehrenmitgliedsschaft;
- 2008: der Kreis Karasch-Severin verlieh ihm die Ehrenbürgerschaft am 28. August;
- 2008, 6. Oktober: Ausstellung im Reschitzaer Stadthaus zusammen mit der Künstlerin Maria Tudur, innerhalb der „Deutschen Kulturdekade im Banater Bergland“, XVIII. Auflage;
- 2011, 27. Juni: Ausstellung im Reschitzaer Stadthaus, innerhalb der Veranstaltungsreihe des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen und des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“: „Juni - unser Ausstellungsmonat“, IV. Auflage;
- 2017, 10. November: das Demokratische Forum der Banater Berglanddeutschen und der Kultur- und Erwachsenenbildungsverein „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ organisierten eine Retrospektivausstellung im „Frédéric Ozanam“-Sozialzentrum anlässlich seines 90. Geburtstages.

Seine ganze malerische Tätigkeit beruhte auf das Autodidaktische. Er hat aus Büchern über Kunstgeschichte, aus Studien verschiedener Maler sowie aus ihren Biographien gelernt.
Insgesamt hatte er in Deutschland 5 Ausstellungen in Jöllenbeck, viermal in Heepen, zweimal in Brake und zweimal in Bielefeld ausgestellt.
Zu erwähnen wäre noch folgendes: der Erlös sämtlicher verkauften Bilder wurde zur Unterstützung humanitärer Einrichtungen und Zwecke verwendet, wie zum Beispiel:


- der Gymnasialschule Nr. 10 Reschitza (den Schulhof asphaltiert);
- des „Diaconovici - Tietz“-Nationalkollegs (zwei Ausstellungen gespendet);
- des Pflegezentrums für chronisch Kranke (Altenheim Reschitza);
- der Vinzenzgemeinschaft Reschitza;
- einer 7 Tage-Reise durch Rumänien (30 Personen, inclusive Begleiter und Erzieher) für HIV- kranke Kinder aus Reschitza.

Viele Pastell-Bilder von ihm sind in ganz Europa zu finden, auch in den USA und Kanada. Bis jetzt wurden folgende Persönlichkeiten mit dem „Alexander Tietz“-Preis geehrt: Dr. Traute Kocmann-Lorinser aus Graz (1999), Dipl.-Ing. Karl Ludwig Lupşiasca aus Reschitza (2000), Max Wratschgo aus Feldbach / Steiermark (2001), Univ.-Prof. Dr. Reinhold Reimann aus Graz (2002), Heinz Stritzl aus Klagenfurt am Wörthersee (2003), Alt-Landeshauptmann Waltraud Klasnic aus Graz (2004), Horst Martin aus Temeswar (2005), Dr. Herwig Brandstetter aus Graz (2006), Henriette Bacizan aus Steierdorf (2007), Josef Barna aus Reschitza (2008), Dipl.-Ök. Waldemar Günter König aus Reschitza (2009), die Schwestern Sr. Gertrud Petschan, Sr. Katharina Pinzhoffer, Sr. Paulis Mohr und Sr. Hiltrud Frühholz aus Tirol / Königsgnad (2010), Erwin Josef Ţigla aus Reschitza (2011), Univ.-Prof. Dr. Hans Stendl aus Bukarest (2012), Dipl.-Ing. Hugo Eduard Balazs aus Stuttgart (2013), Mag. Udo Peter Puschnig aus Klagenfurt am Wörthersee (2014), Univ.-Prof. Dr. Karl Singer aus Temeswar (2015), Elisabeth Thalhammer und Dipl.-Ing. Gerhard Krajicek aus der Steiermark / Österreich und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer aus Graz (2017).

Am Telefon, als er über die Verleihung des „Alexander Tietz“-Preises informiert wurde, freute er sich sehr. Leider konnte er diesen Preis nicht mehr persönlich in Empfang nehmen. Wir werden uns seiner des Öfteren erinnern!

Preisträger 2017

Ansprache zur Verleihung des „Alexander Tietz“-Preises für das Jahr 2017 an Herrn Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer
von Erwin Josef Ţigla Leiter des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Eure Exzellenzen, Mitglieder des diplomatischen Korps,geehrte Vertreter der Politik und der Verwaltung, geehrte Vertreter unseres Freundeskreises in der Steiermark und in Slowenien,im Feste verbundene Teilnehmer hier, im Herzen der Steiermark, in der Grazer Burg am heutigen Festtag der Banater Berglanddeutschen versammelt!

Die deutsche Volksgruppe im Banater Bergland, auch als äußerster steirischer Vorposten bekannt, das heißt, die von der steirischen Urheimat geographisch am weitesten entfernt lebenden Steirer, die seit fast drei Jahrhunderten in „diesem von Natur aus reichen Land“ leben, war stets bemüht, die eigene Identität, das Volks- und Volksbrauchtum zu bewahren, es den kommenden Generationen zu übermitteln, um sich eine Zukunft zu sichern. Tiefen und Höhen überwindend, Feuer und Stein besiegend, durch Fleiß und Aufopferung gekennzeichnet überlebten wir hier Jahrhunderte als treue Mitglieder unserer Gemeinschaft und des Staates, unter dessen Obhut wir uns entfalteten.

Heute finden wir als eine geschrumpfte und trotzdem kämpfende Gemeinschaft ebenso vielseitige Anerkennung wie vor Jahren, als wir noch zahlenmäßig stark waren.

Im Laufe unserer Geschichte entsprangen unserer Mitte Persönlichkeiten, die für uns standen und unsere Volksgruppe darstellten. Eine dieser Persönlichkeiten war auch Alexander Tietz. Dieser war Deutsch-, Latein- und Russischlehrer, Volkskundler und Naturliebhaber, ein von seinen Landsleuten und Schülern Geschätzter, der am 9. Januar 1898 in Reschitza geboren wurde und ebenda am 10. Juni 1978 starb, in der Hauptstadt seines vielgeliebten und gepriesenen Banater Berglands. Alexander Tietz gilt uns als die bedeutendste Kulturpersönlichkeit der Banater Berglanddeutschen im XX. Jahrhundert. Unsere Kultur- und Schulinstitutionen in Reschitza tragen seinen Namen, genauso wie die höchste Auszeichnung, welche die Banater berglanddeutsche Gemeinschaft seit 1999 jährlich zu vergeben hat.

Seit der Stiftung des „Alexander Tietz“-Preises im Jahre 1999 wurde diese Auszeichnung Persönlichkeiten im In- und Ausland verliehen, die sich um die Belange unserer Gemeinschaft maßgeblich bemüht haben.

Für das Jahr 2017 haben die Vorstände des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen und des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ beschlossen, den „Alexander Tietz“-Preis, als unsere höchste Auszeichnung, dem Landeshauptmann der Steiermark, Herrn Hermann Schützenhöfer, zu verleihen. Hiermit erkennen wir die tatkräftige Unterstützung unserer Gemeinschaft durch das Land Steiermark wie auch die persönliche durch den Herrn Landeshauptmann an und bedanken uns dafür.

Bereits vor der Wende in Rumänien, schon im Dezember 1989, waren die Steiermark und die Bevölkerung des Bundeslandes mit uns durch solidarische Unterstützung innig verbunden. Diese Brücke der menschlichen und geistigen Solidarität erlangte ihre volle Wirkung erst so recht nach dem mit Blut bezahlten politischen Umsturz Ende 1989.

In den fast 27 Jahren neuer Demokratie waren das Banater Bergland und die deutsche Volksgruppe Nutznießer zahlreicher offizieller und privater Initiativen, die zur Stabilisierung des politischen, kulturellen, geistigen und ideellen Lebens beitrugen. Zahlreiche Institutionen und Vereine der Steiermark waren und sind weiterhin stets im Banater Bergland engagiert, tragen maßgeblich dazu bei, dass es uns als deutsche Volksgruppe gut und zukunftsorientierend geht. Dafür gilt unser innigster Dank besonders allen, die hier anlässlich dieser Preisverleihung in der Grazer Burg anwesend sind: Vertreter des Alpenländischen Kulturverbands „Südmark“ zu Graz (die sich bereits viele Jahre vor der Wende um uns gekümmert haben und dies seither mit Volkstumspflege - Tanz, Musik, Tracht - fortsetzen), die Steiermärkische Europäische Föderalistische Bewegung (die uns Europa nähergebracht hat und uns europäisch zu denken beigebracht hat), die Steirische Vinzenzgemeinschaft (die im Banater Bergland, in Reschitza, im Jahr 1992 die erste Vinzenzgemeinschaft Rumäniens gegründet hat), das Österreichische Schwarze Kreuz - Kriegsgräberfürsorge Steiermark (die aktiv ist im Aufbau und in der Instandhaltung von Gräbern und Denkmälern des Ersten und Zweiten Weltkriegs, aber auch der Russlanddeportation der Banater Berglanddeutschen und sich unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ für den Frieden einsetzt - und das auch gerade erst jüngst wieder am 1. November mit dem Projekt „Mehr Kerzen auf unseren Friedhöfen“ durch Kerzen-Spenden der Firma „Drauch“) und nicht zuletzt die Vertreter unseres Schwestervereins in der Untersteiermark (des Kulturvereines deutschsprachiger Frauen „Brücken“ in Marburg an der Drau, mit dem wir zusammen seit Jahren gemeinsame Projekte für eine bessere Welt gestalten können, in der wir uns als Steirerinnen und Steirer frei und staatlich anerkannt entwickeln können).

Die Grazer Burg war gleich dreimal im großen Rahmen Gastgeber für Vertreter der Banater Berglanddeutschen im Laufe der vergangenen 27 Jahre: Zweimal wurden wir von Landeshauptmann Dr. Josef Krainer und einmal von Landeshauptmann Waltraud Klasnic empfangen. Aber auch sonst wurden wir hier im Zentrum der Steiermark mit kleineren Delegationen empfangen, um über unsere Belange zu sprechen und dafür Projekte nicht nur ins Auge zu fassen, sondern auch umzusetzen.

Ihnen, sehr geehrter Herr Landeshauptmann sei durch diese höchste Auszeichnung, die die Banater Berglanddeutschen jährlich zu vergeben haben, unser innigster Dank dafür ausgesprochen, dass Sie immer ein Auge und ein Ohr für unsere Anliegen offen hatten. Ihnen und dem Land Steiermark, der Urheimat eines großen Teils der heute im Banater Bergland lebenden Deutschen, der Steierinnen und Steirer, die vor fast 300 Jahren die Wahl einer neuen Heimat trafen und sie damals an der äußersten Grenze des Habsburger-Reichs gefunden haben, sei Dank und Hoffnung am heutigen Tag ausgesprochen. Dank für all das, womit wir unterstützt wurden und Hoffnung auf weiterhin laufende Anerkennung und Unterstützung! Und nicht zuletzt ein großer Wunsch: Sie sind uns jederzeit herzlichst im Banater Bergland willkommen!

Im Namen der Banater Berglanddeutschen gratuliere ich Ihnen zum „Alexander Tietz“-Preis für das Jahr 2017, wünsche Ihnen Gottes Segen und Gesundheit zum Wohle aller Steirerinnen und Steirer, wo immer sie auch auf diesem Erdball leben und wirken!

Ad multos annos!
In der Grazer Burg, am 7. November 2017

Dankworte zur Verleihung des „Alexander Tietz“-Preises für das Jahr 2017

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer freute sich sichtlich über die Auszeichnung mit dem „Alexander Tietz“-Preis 2017 und nahm den Preis dankend entgegen. In seinen Dankesworten zollte er insbesondere Obmann Erwin Josef Țigla sowie allen Vereinsmitgliedern für ihre Verdienste um die Erhaltung und Bewahrung der steirischen Kultur im Banater Bergland Respekt und bedankte sich für deren wichtige Arbeit. Den Preis widmete er allen Steirerinnen und Steirern, die die Landsleute in Rumänien unterstützen und immer ein offenes Ohr für deren Anliegen haben.

Aus vielen Gesprächen mit den damaligen Landeshauptleuten Dr. Josef Krainer und Waltraud Klasnic, wie auch mit Vertretern der Berglanddeutschen erinnerte er an das erlittene Unrecht und die Repressalien im Laufe der wechselvollen Geschichte. Dass unter diesen Umständen stets die Abstammung und deutsche Kultur betont wurde, verdient großen Respekt. Bei dieser Gelegenheit dankte Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer auch den Steirerinnen und Steirern, die mit ihren Landsleuten im Banat nach wie vor in Verbindung stehen und zur Verleihung des Preises gekommen sind. Ganz besonders erinnerte er an die deutschsprachigen Steirer in Slowenien, die dazu beitragen, dass die steirische Kultur auch in diesem Gebiet bewahrt wird. Zum Ende seiner Ausführungen erinnerte Schützenhöfer daran, dass die Steiermark stets ein offenes Ohr für ihre Landsleute im Ausland und deren Anliegen hat und die steirischen Türen stets weit geöffnet sind.