Banater Berglanddeutsche Persönlichkeiten

Tibor Lichtfuss (21.06.1921 - 23.09.2008)

Tibor Lichtfuss wurde am 21. Juni 1921 in Arad geboren. Nach der Volksschule und dem Gymnasium in Orawitza, folgte in den Jahren 1941 - 1944 sein Studium der Theologie im römisch-katholischen Priesterseminar Temeswar. Im Jahre 1944 flüchtete er zusammen mit seiner Mutter nach Ungarn und anschließend nach Österreich. Im Jahre 1945 kam er in Hall bei Innsbruck an. Im Jahre 1946 setzte er das Theologiestudium an der Universität Innsbruck fort. Im Jahre 1947 fand er eine Anstellung beim Hochkommissariat der Französischen Republik in Österreich (Abteilung Jugendarbeit und Kultur) und ab 1948 wurde er Sekretär am neu gegründeten Französischen Kulturinstitut in Innsbruck. In den Jahren 1955 - 1963 studierte er Gesang am Konservatorium der Stadt Innsbruck.

Im Jahre 1968 wurde Tibor Lichtfuss zum Chevalier des Palmes Académiques für kulturelle Verdienste um die Französische Republik ernannt und im Jahre 1978 wurde ihm vom Bundespräsidenten der Republik Österreich der Berufstitel „Professor“ verliehen. Im selben Jahr fand die Ernennung zum Cavaliere der Republik Italien statt.

Tibor Lichtfuss starb in Innsbruck, am 23. September 2004. Von 1954 bis 2004 hatte Tibor Lichtfuss intensive kulturelle Aktivitäten durch seine kulturgeschichtlichen Vorträge, durch Artikeln und Radiosendungen über kulturelle und religiöse Themen sowie durch Leitung von Kunst- und Bildungsreisen.

Posthum erschienen, vom Kultur- und Erwachsenenbildungsverein „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ herausgegeben, zwei Bände mit lokalgeschichtlicher bzw. weltkunstgeschichtlicher Prägung.