Banater Berglanddeutsche Persönlichkeiten

Georg Hromadka (6.07.1911 - 12.04.1985)

Laut eigener Aussage war Georg Hromadka Sohn deutscher sozialdemokratisch gesinnter Eltern, die ihn „im Geiste der Philosophie und Moral der deutschen Klassiker des wissenschaftlichen Sozialismus“ erzogen haben.

Geboren in Lupeni bei Petroschan am 6. Juli 1911, zog Hromadka schon als kleines Kind mit seinen Eltern nach Reschitza. Er wird in Reschitza 1929 Sekretär der lokalen Organisation der sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ), später Sekretär der Reschitzaer Sozialdemokratischen Partei (SDP). Er beteiligt sich an der Herausgabe der 1932 - 1933 in Reschitza erscheinenden Wochenschrift „Freies Wort“. Die Auflösung der Gewerkschaften und Parteien 1938 trieb ehemalige SAJ-Mitglieder in den Untergrund, wo viele von kommunistischen Zellen aufgesaugt wurden. Die Unbeständigkeit dieser Zellen erleichterte die Aufdeckung seitens der Sicherheitsbehörden und so wird auch Hromadka erstmals 1940 - 1941, dann wieder 1942 verhaftet. Er weigert sich 1943, in die Waffen-SS aufgenommen zu werden.

Im August 1944 von der Haft befreit, schließt er sich der wieder gegründeten SDP an, wird 1948 verhaftet und zu 20 Jahren Kerker verurteilt. Begnadigt, kommt Hromadka 1956 als Journalist zur Bukarester deutschen Tageszeitung „Neuer Weg“. Obwohl als Autodidakt gebildet, beeindruckt Hromadka durch sein Wissen und sein journalistisches Talent. 1970 leitet Hromadka das Erscheinen des touristischen Jahrbuches „Komm mit“ ein. Nach einem kurzen Aufenthalt als Rentner in Reschitza übersiedelt Hromadka Ende 1980 in die BRD. Er starb hier am 12. April 1985.

1993 erscheint posthum seine „Chronik des Banater Berglands”, die 1995 von Rudolf Gräf und Werner Kremm ins Rumänische übersetzt wurde. Am 26. März 2002 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft post mortem des Munizipiums Reschitzas verliehen.