Banater Berglanddeutsche Persönlichkeiten

Rolf Bossert (16.12.1952 - 17.02.1986)

Rolf Bossert, geboren am 16. Dezember 1952, absolvierte die Allgemeinschule und das Lyzeum (1959 - 1971) in seiner Geburtsstadt Reschitza. Er ging weiter nach Bukarest an die Universität, wo er Deutsch-Englisch studierte (1971 - 1975).

In den ersten Jahren nach dem Absolvieren wirkte er als Deutschlehrer in Buşteni / Prahova. Anschließend wirkte er als Kulturinstrukteur innerhalb des „Friedrich Schiller“-Kulturhauses in Bukarest (1979 - 1981). 1981 war er Buchredakteur beim „Meridiane“-Verlag in der Hauptstadt und ab 1982 auch des „Kriterion“-Verlags.

1984 reicht Rolf Bossert die Akten für die Auswanderung ein und über ihn wird dadurch Schreib- und Publizierungsverbot verhängt.

Im Dezember 1985 emigriert er nach Deutschland. Zwei Monate später stirbt er durch Freitod, am 17. Februar 1986, in Frankfurt am Main.

Rolf Bossert debütiert 1971 als Dichter in der „Neuen Literatur“ / Bukarest. 1979 erscheint sein Debütband „siebensachen“. Ab 1972 war er Mitglied der Aktionsgruppe Banat. 1982 bekam er den Jahrespreis des „Adam Müller-Guttenbrunn“-Literaturzirkels Temeswar. Bossert ist Träger des Preises des Rumänischen Schriftstellerverbandes für die Übersetzung Gellu Naums ins Deutsche.

Am 10. Februar 2011 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft post mortem des Munizipiums Reschitzas verliehen.

Geschätzt für seine 10 Eigenbände (davon 6 posthum), 3 Übersetzungsbände und zahlreiche Veröffentlichungen in verschiedenen Publikationen und Bänden im In- und Ausland, bleibt Rolf Bossert der bekannteste deutsche Literat des Banater Berglands der letzten Jahrzehnte des XX. Jahrhunderts.