Banater Berglanddeutsche Persönlichkeiten

Josef Puvak (13.07.1913 - 5.07.2008)

Josef Puvak wurde am 13. Juli 1913 im Reschitzaer Stadtteil Stavila geboren. Die Volkschule besuchte er in der bekannten Betonschule. Der spätere Schriftsteller schrieb Folgendes über seine Kindheit: „Jede freie Minute verbrachte ich im anliegenden Wald, alleine oder mit meinem Vater, der mich mit der Flora und Fauna der Banater Märchenwelt schon als Kind bekannt machte. Meine zweite Bekanntschaft war das Hüttenwerk, dessen Lokomotiven mich sogar nachts mit ihrem Pfeifen verfolgten.“

1947 wurde Puvak Vorsitzender der 24.000 Arbeiter umfassenden Gewerkschaft von Reschitza. Er wurde ins Zentralkomitee der rumänischen Gewerkschaften gewählt und 1948 wurde er stellvertretender Generaldirektor der „Sowrom-Metall“-Gesellschaft in Bukarest. Er gehörte ab 1949 zum Deutschen Antifaschistischen Komitee und war ab 1951 Ministerstellvertreter für Hüttenwesen. 1954 ging er als Generaldirektor der vereinigten Betriebe nach Reschitza zurück. Im Frühjahr 1956 ging er dann als Botschafter Rumäniens für fünf Jahre nach Berlin. Anschließend arbeitete er als Direktor der Bukarester Autobus-Werke und studierte drei Jahre lang an der Fakultät für Hüttenwesen. Die letzten Jahre bis zur Rente arbeitete Josef Puwak als Direktor der „Griviţa“-Werke.

Josef Puvaks erstes Buch erschien in rumänischer Sprache und war der Gewerkschaftsbewegung gewidmet. Das zweite Buch war „Auf Bären in den Karpaten“ (1964). Ihr folgten 10 weitere literarische Titeln, erschienen in Verlagen aus Bukarest, Temeswar, Leipzig und Graz.

Josef Puvak starb in Bukarest, am 5. Juli 2008.